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Schaltersteuerung: iOS mit Kopf-Gesten steuern

Nachdem iOS bisher mit Finger-Gesten und Spracherkennung gesteuert werden konnte, ermöglicht es iOS 7 zusätzlich, bestimmten Kopf-Gesten auszuführende Aktionen zuzuweisen. Was zunächst irrsinnig klingt, macht im Kontext von Menschen mit motorischen Störungen und den von iOS hierfür angebotenen Bedienungshilfen durchaus Sinn. In diesem Artikel zeigen wir, wie diese Funktion aktiviert werden kann und wie den Kopf-Gesten bestimmte Funktionen zugewiesen werden können.

Um die einzelnen Kopf-Gesten zu erstellen, navigieren Sie auf Ihrem iOS-Gerät zunächst in den 'Einstellungen' zu 'Allgemein', 'Bedienungshilfen' und dort 'Schaltersteuerung'. Dort deaktivieren Sie zunächst das automatische Scannen. Anschließend wählen Sie den Punkt 'Schalter' und dort 'Neuen Schalter hinzufügen ...'. Hier wählen Sie die 'Kamera' als Quelle und können dann zwei Gesten festlegen: Eine Kopfbewegung nach links und eine Kopfbewegung nach rechts. Durch das Auswählen der jeweiligen Gesten können diese mit Funktionen belegt werden — bspw. bei einer Kopfbewegung nach links soll sich Siri melden und bei einer Kopfbewegung nach rechts soll der Home-Button simuliert werden. Sobald die Gesten konfiguriert sind, muss die Schaltersteuerung und ggf. das automatische Scannen wieder aktiviert werden. Anschließend werden Ihnen links und rechts auf dem Bildschirm blaue Leisten auffallen sowie ggf. eine Warnmeldung oben, die Sie darauf hinweist, dass bspw. Ihr Gesicht zu nah am iDevice oder nicht erkennbar ist.

Anhand der blauen Leisten ist erkennbar, ob und wie iOS eine Geste registriert — im Falle einer Erkennung wird die entsprechende Leiste schrittweise kleiner und sobald diese außerhalb des Sichtbereichs ist, wird die Geste als erfüllt gewertet und die entsprechende Funktion ausgeführt.

Gerade angesichts des kürzlich von Apple vermarkteten CarPlay erschließt sich mit der fingerlosen Steuerung von iOS-Geräten ein interessantes und in Zukunft wohl sehr relevantes Thema: Ein am Armaturenbrett befestigtes iPhone könnte so Kopfbewegungen feststellen, auswerten und vordefinierte Aufgaben ausführen — und der Fahrer kann seine Hände am Lenkrad lassen.